Die fünf Fragen, die Pitch-Jurys selten aussprechen

Zwischen Brief und Präsentation liegen Erwartungen, die nirgends stehen. Ein Blick auf wiederkehrende Muster aus deutschen Pitch-Runden.

Pitch-Briefs listen Ziele, Zielgruppen und Deliverables. Was sie selten nennen: welche Risiken die Jury nachts umtreiben. Aus Gesprächen mit Strategy- und Creative Directors in Deutschland wiederholen sich fünf Fragen.

Die Fragen hinter dem Brief

Erstens: Wer trägt intern die Verantwortung, wenn der Etat scheitert? Zweitens: Welche Agenturbeziehung soll die Jury rechtfertigen können? Drittens: Wie belastbar sind die Zahlen im Deck? Viertens: Passt die vorgeschlagene Kreativarbeit zur bestehenden Markenführung — oder erzwingt sie einen Bruch? Fünftens: Was kostet der Übergang, wenn die bisherige Agentur abgelöst wird?

Teams, die diese Fragen vor der Präsentation durchspielen, verschieben oft Folienreihenfolge und Argumentationsgewicht. Genau dafür existieren Pitch-Gespräche und Dossiers bei Cabin Point: nicht um die Jury zu „überzeugen“, sondern um blinde Stellen im Narrativ zu finden.

Was hilft am Pitch-Tag

Eine Folie, die den Übergang vom alten zum neuen Setup ehrlich benennt, wirkt oft stärker als eine weitere Case-Studie. Jurys merken, ob das Team den Etat-Kontext kennt oder nur den Brief nacherzählt.